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Bereitschaftspflege – Eine Perspektive für Jung und Alt? Teil I


Seit einigen Jahren arbeiten Jugendämter und Jugendhilfeeinrichtungen am Limit. Die Zahl der Kinder und Familien in Deutschland, die Hilfe und Unterstützung benötigen wächst stetig. Die Problemlage hat sich durch die Coronapandemie weiter zugespitzt und bringt das Unterstützungssystem an seine Leistungsgrenzen. Aber woran fehlt es? Unteranderem an Orten, an denen Kinder für kurze Zeit untergebracht werden können. Einen solchen Ort bieten Bereitschaftspflegefamilien. Sie bieten vor allem jungen Kindern einen temporären sicheren Zufluchtsort, bis das Jugendamt in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten Lösungen gefunden hat. Aber für wen ist die Aufgabe Bereitschaftspflege geeignet? Grundsätzlich kann jeder Volljährige mit ausreichend Wohnraum, der Zeit und Bereitschaft auf Abruf für das Jugendamt zur Verfügung zu stehen, sich bei Erziehungsstellenträgern als Bereitschaftspflegefamilie prüfen lassen. Heute möchten wir aber zwei Perspektiven vorstellen, die sich mit einer bestimmten Personengruppe als Bereitschaftspflegeeltern beschäftigt.

Eine große Herausforderung in der Arbeit mit Kindern in Bereitschaftspflege ist zum einen nicht zu eng emotional in Beziehung mit diesen Kindern zu gehen, da sie die Familie nach einer gewissen Zeit sicher wieder verlassen und gleichzeitig emotional nah genug bei den Kindern zu sein, um sie in dieser für sie besonders schwierigen Zeit auffangen und unterstützen zu können. Zum anderen nie wirklich zu wissen woher die Kinder kommen, was sie erlebt haben, wie es nach der Zeit in der Pflegestelle mit ihnen genau weitergeht und gleichzeitig mit den Besonderheiten dieser Kinder in seinem Alltag zurecht zu kommen. Uns ist der Gedanke gekommen, dass genau diese Eigenschaften Menschen mitbringen, die selber Kinder schon großgezogen haben. Sie noch viel Liebe und Zeit zu geben haben, um Kindern in solchen Zeiten zu helfen. Die Lust haben für einige Zeit im Jahr nochmal kleines Leben im Haus zu haben, sich kümmern zu können und eine erfüllende Aufgabe suchen. Wir möchten mit diesem Gedanken spezielle Menschen ansprechen, die gerne noch einmal Kinder im Haus hätten, aber eben nicht dauerhaft. Die Bereitschaftspflege bietet die Möglichkeit eine gewisse Zeit Kindern einen sicheren Ort zu bieten und gleichzeitig in Absprache mit dem Träger auch Zeiten zu haben, in denen man nicht mit einem Kind belegt werden möchte (z.B. um in den Urlaub zu fahren). Die Bereitschaftspflege bietet hier verschiedenste Möglichkeiten und wir wollen daher allen älteren Menschen Mut zu sprechen, sich als Bereitschaftspflegestelle zu bewerben!


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