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Und plötzlich (doch) schwanger!

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Schwangere Frau hält ihren Bauch

Eine Schwangerschaft ist in den meisten Fällen ein Grund zur Freude, vor allem dann, wenn Paare schon lange versuchen ein Kind zu bekommen. Im vorausgehenden Beitrag haben wir über Paare gesprochen, die ihren Weg als Pflegeeltern mit einem unerfüllten Kinderwunsch begonnen haben. Dieses Konstrukt des unerfüllten Kinderwunsches, wollen wir heute aus einer weiteren Perspektive beleuchten. Das Glück scheint perfekt – ein Pflegekind hat den Wunsch erfüllt Eltern zu sein, alles hat sich eingespielt und Familienalltag ist eingekehrt. Und dann ist es doch passiert, etwas was dieses Paar für sich vielleicht schon aufgegeben hat – schwanger! Trotz aller „Abers“, aller „Es wird nicht klappen“ ist er da, der positive Schwangerschaftstest. Doch was nun? Was ändert dieser Test jetzt an der kleinen Familie mit Pflegekind? Wie bespricht man diese Neuigkeiten mit dem Pflegekind und wie wird der Alltag in Zukunft aussehen?


Vorweggesagt: Eine eigene Schwangerschaft ist kein Grund, aus dem ein Pflegekind die Familie wieder verlassen muss! Grundsätzlich ist daran nämlich gar nicht so viel anders, als wenn das vorhandene Pflegekind Ihr eigenes leibliches Kind wäre.


Die Unterschiede entstehen vor allem dadurch, dass das Leben mit einem Pflegekind grundsätzlich etwas anders ist. Wir haben dies bereits in mehreren Bereichen aufgegriffen betreffen Zusammenarbeit mit Drittstellen, wie Jugendamt und/oder Vormund. Denn anders als bei dem Zuwachs in einem rein leiblichen Familienkonstrukt, wird das Außen immer wieder die Unterschiede zwischen den Kindern bei Familien mit leiblichen Kindern und Pflegekindern deutlich machen. Und hier entsteht die Herausforderung. Denn ganz ohne Zweifel, Sie werden diese beiden Kinder gleich lieben und gleich umsorgen, aber trotz Ihrer Bemühungen wird es für die Kinder nie ganz gleich sein, nicht von Ihnen aus, sondern wie bereits erwähnt, von außen. Wichtig ist jetzt mit dem Pflegekind gut aufzuarbeiten, dass es ein Geschwisterkind bekommen wird. Zudem ist es wichtig auf spezielle Belange im Kontext seiner Historie einzugehen und ihm zu vermitteln, dass es nicht weniger „wert“ ist als das leibliche Kind, dass es nicht ausziehen muss und, dass es bedingungslos geliebt wird! Bei einem solchen großen und vielschichtigen Prozess, der auch von Alter, Charakter und Eigenheiten des Pflegekindes und der Familie mitbestimmt wird, ist es wertvoll und unterstützend eine kompetente Beratung an der Hand zu haben, die Sie und Ihre Familie genau kennt. Wir sichern Ihnen diese Beratung im Rahmen unsers Konzeptes zu, sowohl durch Unterstützung und Beratung vor Ort, als auch durch Supervision. Wir sind an Ihrer Seite!


Ziel ist es, dass die Zusammenführung der Familie mit leiblichem Kind und Pflegekind so reibungslos gelingt wie möglich und allen Beteiligten das Gefühl zu geben, gebraucht, gewollt und geliebt zu werden.


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